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Parallelwelt

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Joe Hill , "Blind"

(08/10)
Das Joe Hill ein Sprössling vom Meister King ist, hatte ich zwar irgendwo im Hinterkopf, aber es wurde mir erst nach der Lektüre von 'Blind' so richtig bewusst. Die Geschichte vom gealterten Rockstar Judas Coyne, der einen Geist über das Internet ersteht, erschien mir nur mäßig originell. Aber die Umsetzung in einem Roadmovie und mit einigen unerwarteten Wendungen überzeugte mich recht schnell vom Gegenteil. Hill ist keine schlechte Alternative, wenn der Papa irgendwann keine Lust mehr haben sollte. Der Stil ist recht eingängig und die Ideen erinnern mich ein wenig an Clive Barker. Das neue Buch ist schon auf dem Weg und wird recht schnell seinen Platz in meinem Regal finden.

Cody McFadyen , "Der Todeskünstler"

(06/10)
Smoky Barrets neuer Fall schließt kurz nach 'Blutlinie' an die vergangene Handlung an. Ein Mord passiert und die einzige Überlebende fordert, mit einer Waffe an ihrer Schläfe, mit der FBI-Agentin zu sprechen. Sie behauptet, von einem Mann, einem 'Künstler', seit ihrer Kindheit verfolgt zu werden, der alle Menschen tötet die ihr zugetan sind. War 'Blutlinie' schon recht heftig, setzt Cody McFadyen hier noch mal einen drauf. Gerade der erste Teil der Tagebücher von Sarah hat es in sich und hinterlässt Spuren. Der Autor scheut tatsächlich keine Grenzüberschreitung und bleiben eine Menge Gedanken übrig, wenn man das Buch bereits geschlossen hat. Für mich eine gute Motivation, die Agentin und ihr Team auch weiter zu begleiten. Auch interessiert mich, was nun aus Bonnie wird und welche Steigerung es wohl noch geben kann.

Axel Beck , "Jedes zweite Wochenende"

(06/10)
Axel Beck schildert seine Erfahrungen nach der Trennung von Frau und Kindern und für jemanden, der gerade ähnliches erlebt, keine so abstrakte Lektüre. Der erste Teil hat mich jedoch ein wenig genervt. Der Autor erzählt von seinen persönlichen Bindungsängsten und greift mit jedem zweiten Satz den zukünftigen Ereignissen vor. Das sich wiederholende 'wenn ich das gewusst hätte' und 'hier war schon absehbar' oder 'wie ich heute weiß' war mir viel zu viel Beiwerk. Nach dem Auszug trifft er auf eine Situation, die ich nur zu gut nachvollziehen kann. Hier wird es dann auch vom Stil klarer, strukturierter. Ich habe für mich nicht viel Neues herauslesen können, aber es tat gut, die Gefühle von Verzweiflung, Trauer, Wut und Resignation virtuell teilen zu können. Ich kann nur sagen, dass man zu seiner Entscheidung stehen soll und mit etwas Glück öffnet sich eine neue Türe, die es wert ist, durchschritten zu werden.

Richard Layman , "Die Show"

(06/10)
Ich hatte mir dieses Buch aus der Grabbelbox bei Thalia mitgenommen, weil ich den Namen des Autors irgendwie schon einmal gelesen hatte. Auch fiel mir spontan ein Film ein ('Mitternachtszirkus'), den ich zwar nicht gesehen habe, der dann aber auch gar nichts mit dem Buch zu tun hatte. :-) Auf den ersten 400 Seiten schleppt sich die Handlung um die drei Freunde Dwight, Rusty und Slim gemächlich dahin. Aber doch eingängig zu lesen und recht unterhaltsam. Alles spitzt sich auf die Show des Vampirzirkus hin und hier schlägt die Dramaturgie einige heftige Kapriolen. War es teilweise recht nervig, den sich wiederholenden pubertären Fantasien von Dwight und Rusty folgen zu müssen, ist der Rollenwechsel zu eiskalten Killern (insbesondere Slim) kaum nachvollziehbar. Wenn sie so nebenher verlautbart, dass sie den Leuten mal so die Kehle durchgeschnitten hat, ist das alles andere als nachvollziehbar. Was sollte auch der Quatsch mit den Zwillingen, der sich letztendlich in Wohlgefallen auflöste? Auch der Tausch von Valeria gegen Lee macht überhaupt keinen Sinn. Für mich war das Ende vom Buch nur noch getrieben von expliziten Sexszenen und ein wenig Splatter. Momentan bezweifel ich ein wenig, ob ich Richard Layman noch eine Chance gebe.

Richard David Precht "Wer bin ich - und wenn ja wie viele?"

(06/10)
Das Buch hat eine Menge Lob erfahren und als ich es erstmalig in der Hand hielt, weckte die Kurzbeschreibung auf dem Cover auch mein Interesse. Die Verknüpfung einer Reise durch die Philosophie mit den neuesten Erkenntnissen aus der Gehirnforschung ist ein schwieriges Unterfangen, aber in diesem Buch sehr gelungen. Bei vielen, anscheinend trivialen Fragen, hielt ich inne und überlegte, wie meine Anschauungen dazu aussahen. Das war oft spannend und, als es Epikur betraf, hat es mir in diesem Augenblick massiv geholfen, meine subjektive kleine Sicht zu verlassen und etwas für mich Neues, Ungewohntes zu tun. Ich werde das Buch nun auch gar nicht so weit weglegen. Über manche These möchte ich gerne noch ein wenig nachdenken. Unabhängig davon ist dieses Werk ein sehr schöner Streifzug durch die Philosophie und fast alle großen Namen kreuzen hierbei unseren Weg.

Cody McFadyen , "Die Blutlinie"

(05/10)
Mit diesem Buch habe ich tatsächlich neue Wege beschritten. Bisher bin ich dem Genre des offensichtlichen Thrillers bewusst aus dem Weg gegangen. Aber dann las ich ein paar gute Kritiken von Cody McFadyen. Vielleicht hängt es auch mit den Millium-Filmen von Stieg Larsson zusammen. Jedenfalls erlag ich der Versuchung und kaufte mir 'Die Blutlinie'. Am Anfang behagte mir der Stil der Ich-Erzählerin Smoky Barrett nicht sonderlich. Auch bin ich kein Fan von Geschichten, deren Ende bereits bekannt ist. Zum Glück drehte sich die Geschichte dann aber nicht um den persönlichen Horror, der ihr im Vorfeld dieses neuen Falls widerfahren war. Natürlich musste ich schon ein Auge zudrücken, wenn ihr Team aus weltbesten Spezialisten vorgestellt wurde. Aber die Story von Serienkiller, der, selber Opfer einer ungeheuerlichen Kindheit, das Team in sein 'Spiel' mit einbezieht, zog auch mich in seinen Bann. Zumindest so sehr, dass ich bereits einen weiteren Band im Regal stehen habe.

Philip K. Dick , "Zur Zeit der Perky Pat (Bd.4)"

(04/10)
Der vierte Band der Kurzgeschichten PKDs war für mich der schwächste bisher. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir immer eine Menge Zeit zwischen den einzelnen Büchern gelassen habe. Aber so richtig gefesselt haben mich nur die wenigsten Geschichten. Lustig und ein wenig skurril fand ich die Titelgeschichte. Ein Szenaria der Rollenspiele nach einem großen Krieg. Das ist ja eines der beherrschenden Themen bei Dick. Die Geschichte der Blobbels macht ebenfalls Spaß und nimmt ein recht unerwartetes Ende. Weiterhin wird von einem imaginären Staatsfeind erzählt, der letztendlich nur eine Illusion ist. George Orwell lässt grüßen. Ein Band bleibt mir ja noch und irgendwann werde ich mich darauf freuen, ihn aufzuschlagen und in den Geschichten zu versinken.

Stephen King , "Der Buick"

(03/10)
Der Roman ist ja bereits 2002 erstmalig in Deutschland aufgelegt worden. Das ging irgendwie völlig an mir vorbei. Jetzt geriet mir das Buch jedoch in die Finger und nachdem ich es, mehr oder minder mit Durchhalteparolen durchgelesen habe, kam ich zu dem Schluss, dass es sich um eine Variation eines Themas handelt, das auch schon mit 'Der Nebel'angeschnitten wurde. Interessant ist die verteilte Erzählweise und es hat auch ein paar spannende Momente. Wobei ich es für ausgeschlossen halte, dass solch ein Geheimnis über so viele Jahre unter der Decke (besser gesagt im Schuppen) gehalten werden kann. Auch die Racheaktion am Ende war nicht plausibel. Entweder habe ich die Bücher von Stephen King früher mit anderen Augen gelesen oder sie machen mir einfach nicht mehr so viel Spaß. Aber es wird bestimmt noch einige Gelegenheiten geben, diese These zu prüfen. :-)

Lars A. Fischinger , "Historia Mystica"

(03/10)
Vor einiger Zeit las ich einen Auszug aus diesem Buch im P.M. und war gespannt, was das Buch weiterführend zu bieten hätte. Fischinger beschäftigt sich mit Ungereimtheiten in der Weltgeschichte, seltsamen Phänomenen und bizarren Ausgrabungsfunden und Überlieferungen. Wer da ein wenig Däniken heraushört liegt gar nicht so falsch. Allerdings hinterfragt der Autor recht häufig sowohl den Wahrheitsgehalt als auch die innere Logik. Oft enden die Kapitel mit Fragen, die auch aus heutiger Sicht nicht eindeutig zu beantworten sind. Besonders spannend fand ich den Beitrag über das Wundertuch von Guadelupe. Diesbezüglich traf Lars Fischinger sogar den Papst! Erstaunt hat mich auch die Vielzahl an Quellen, die für dieses Buch geprüft und gelesen wurden. Auch das ist ein kleiner Schatz an Büchern, von denen das eine oder andere bestimmt seinen Weg zu mir finden wird.

Gordon Dahlquist , "Die Glasbücher der Traumfresser"

(02/10)
Vom Umfang nicht weit weg von Vorgänger aber ein ganzes Stück sperriger zu lesen. Auf den ersten paar hundert Seiten werden die drei Hauptfiguren Miss Celeste Temple, Kardinal Chang und Doktor Svenson eingeführt. Die Handlung, in viktorianischer Zeit angesiedelt, beschreibt, in Thriller Manier, die Machenschaften eines Geheimbundes, der mit bizarrer Technologie den Menschen Erinnerungen und Träume raubt und sie in Glasbücher bannt. Für meinen Geschmack verliert sich der Roman zu sehr in Details, bevor er endlich Fahrt aufnimmt. Dann macht es aber auch Spaß, den verschlungenen Pfaden der Erkenntnis der drei Haupthelden zu folgen. Ziemlich unübersichtlich finde ich das Beziehungsgeflecht ihrer Gegenspiele, die von einer Comtessa und einem mysteriösen Maler angeführt werden. Es gibt wohl auch schon einen Nachfolgeband aber da bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob er seinen Weg in mein Bücherregal finden wird.

Stephen King , "Arena"

(01/10)
Der Meister widmet sich mal wieder einem seiner Lieblingsthemen: Wie entwickelt sich eine Gemeinschaft von Menschen, die einer extremen Situation ausgesetzt werden. Das gab es auf globalem Level mit 'The Stand', auf engstem Raum in 'Der Nebel' und dazwischen gruppiert sich nun 'Arena' ein. Eine Kleinstadt wird durch eine Art Kraftfeld komplett von der Außenwelt abgeschnitten. In kurzer Zeit bricht das normale Leben zusammen und man kehrt zurück zur Diktatur der 'Starken', hier der Autohändler Rennie. Wie üblich gruppieren sich nun Gut und Böse und taktieren um die Macht. Das Ergebnis erinnert mich ein wenig 'Herr der Fliegen', wobei die Stärke dieses epischen Werkes, in den gut ausgeleuchteten Hauptfiguren zu sehen ist. Alleine die Auflösung finde ich ziemlich unbefriedigend. Irgendwie passt das Ende so nicht wirklich zu den Strukturen, die auf den ersten tausend Seiten aufgebaut wurden. Ansonsten aber ein King auf hohem Niveau!

Graham Brown , "Black Rain"

(12/09)
Glücklicherweise ist der Name Brown nicht nur mit dem Makel der Oberflächlichkeit behaftet. 'Black Rain' wird als Thriller in den Auslagen der Büchergeschäfte angeboten, ist auch ein Thriller, aber ich würde schon sagen, dass er genügend Elemente enthält, die ihn auch für die Science Fiction Schublade klassifizieren. Die Handlung dreht sich um eine Expedition im südamerikanischen Regenwald, die den Verbleib einer vorherigen Expedition klären soll. Alles erinnert ein wenig an 'Predator'. Hier kommen dann die Thrillerversatzteile in Form politischer und wirtschaftlicher Verschwörungen dazu. Ein wenig oberflächlich alles, aber leidlich spannend. Das Buch verliert dann etwas von dem eigentlichen Ziel, mit welchem es sich auf den Weg zum Leser machte und driftet in die außerirdische Dompteurnummer ab. Aber der Teil ist wirklich kurzweilig geschrieben und wenn man nicht auf die Logik achtet, macht es auch Spaß. Das Ende ist jedoch komplett mit Botschaften überladen, die der Roman eigentlich nicht benötigt hätte und die wohl Lust auf eine Fortsetzung machen sollen. Sei es dem Autor gegönnt, meiner kann er jedoch nicht sicher sein.

Hape Kerkeling , "Ich bin dann mal weg"

(12/09)
Bis zu diesem Buch habe ich Hape Kerkeling hin und wieder im Fernsehen wahrgenommen und vor ein paar Monaten schaute ich mir auch seinen Kinofilm an. Aber es war etwas ganz anderes, ihn als Menschen zu erleben. Natürlich tat ich das nicht direkt. Aber seine Beschreibung der Reise auf dem Jakobsweg hat mich schon berührt. Es waren 600km, die ich ihn vom Grab des heiligen Jakob in Saint-Jean-Pied-de-Port bis nach Santiago de Compostela begleiten durfte. Man gewöhnt sich sehr schnell an den Rhythmus der täglichen Etappen und die oft skurrilen Begebenheiten, die ihm widerfahren. Je mehr er sich dem Ziel nähert, um so trauriger wird man auch als Leser. Auch ich habe über viele Dinge nachgedacht und ein größeres Lob kann ich einem solchen Buch kaum machen.

Stephen King , "Qual"

(11/09)
Ich habe ja nicht schlecht gestaunt, als ich das Buch durchgelesen hatte und nach der letzten Zeile die Jahreszahl 1972 entdeckte. Danach, im Abspann erfuhr ich mehr über die lange Geschichte dieses frühen Romans des Meisters und wie knapp er seiner 'Nichtveröffentlichung' entgangen ist. Allerdings ist es nun auch kein Horror im üblichen Sinne. Dafür aber ein spannender Thriller, der aber einige Längen hat. Fast interessanter als die Entführung von Baby Joe fand ich die vielen Rückblenden auf Blaze Vergangenheit. Alleine das Ende deutet schon auf das Potential der nachfolgenden Bücher hin. Aber mal ehrlich. Wenn unter dem Skript nicht der Name King gestanden hätte, wäre dieser Text wohl kaum zwischen die Buckdeckel gepresst worden. Ich habe im Regal ja noch 'Wahn' stehen. Aber vorher kommen noch ein oder zwei andere Schmöker!

Algernon Blackwood , "Die Weiden"

(11/09)
Die erste der beiden in diesem Band enthaltenen Erzählungen erinnert in ihrem Stil den von Lovecraft geschaffenen Welten. Unheimliche, kaum definierbare Bedrohungen, die immer mehr Besitz von, bis dato, unbedarften Personen ergreifen. Man kann die Gefahr fast greifbar spüren und Blackwood versteht es gut, eine Atmosphäre der Angst und des körperlichen Entsetzens im Kopf des Lesers zu visualisieren. Auch wenn es sich nur um einen scheinbar harmlosen Zwischenaufenthalt zweier 'Bootsreisender' auf einer einsamen Donauinsel im Strom handelt.

Jack Finney , "Im Strom der Zeit"

(10/09)
Gab es im ersten Band zumindest noch ab und zu eine spannende Szene, so wartete ich in Band zwei vergeblich. Die Beschreibungen des New York kurz nach der Jahrhundertwende waren detailiert wie gewohnt. Aber ich fand es auch jezt sehr mühsam, diesem 'historischen' 'Roman etwas abzugewinnen. Die eine oder andere Wendung verursachte die Idee von Spannung aber schnell versiegte diese Idee im Sand. Bei beiden Büchern hatte ich so ein wenig den Eindruck, dass die Zeitreise nur ein Vehikel war, um im reichhaltigen Material aus der Geschichte von 'Big Apple' zu graben und darüber zu philosphieren. Am Rande nur die Frage nach moralischen Grenzen bezüglich des Eingriffs in das Zeitgeschehen. Spannend war es jedenfalls nicht!

Jack Finney , "Zeitspuren"

(10/09)
Ich habe ja bereits einige Zeitreiseromane gelesen und war gespannt, was mir dieser 'Klassiker' bieten würde. Nachdem ich nun den ersten Band hinter mich gebracht habe, hält sich die Begeisterung doch ziemlich in Grenzen. Der Ansatz, einen Zeitsprung nicht mit Technik, sondern mentaler Suggestion zu vollziehen, ist ziemlich innovativ. Doch leider ging unter der Schilderung eines New York im Jahre 1882 die eigentliche Handlung ziemlich verloren. Auch sind die Akteure recht brav zueinander und alles wirkt, vom Ende mal abgesehen, zahm und mehr wie eine Dokumentation. Die äußerst detailierten Beschreibungen der Stadt beruhen auf einer wahrhaft akribischen Recherche, die Jack Finney fast bis zum Exzess getrieben hat. Aber insgeheim hoffe ich schon ein wenig, dass es im zweiten Band etwas weniger wird. Übrigens ist auch die Theorie vom 'Zweig im Fluß' gar nicht so uninteressant und steht ja dem 'Butterfly Konzept' ziemlich konträr gegenüber. Das hat was!

John Shirley , "In der Hölle"

(09/09)
Was passiert, wenn Wesen mit unvorstellbarer Macht sich ein Spiel mit den Menschen erlauben? Wenn sie beginnen zu experimentieren, ohne dass die Betroffenen auch nur davon ahnen würden? Genau dies tut 'H', eine Wesenheit einer anderen Dimension. Fasziniert zeigt er die Ergebnisse seiner Tests Z, bis auch er die Kontrolle über die Ereignisse verliert. Ein Buch über grenzenlose und gnadenlose Gewalt. Teilweise ziemlich starker Tobak, wie man zu sagen pflegt. Andererseits ein interessanter Denksansatz und vermutlich müssen wir weder die Dimension noch den Planeten verlassen, um solche Brutalität auch hier zu finden.

Daniel Glattauer , "Alle sieben Wellen"

(09/09)
Die Geschichte von Emmi und Leo geht weiter. Aber nun treffen sie sich mehrfach, was, aus ihrer Mailsicht betrachtet, ihre 'Beziehung' nicht gerade vereinfacht hat. Leo flüchtet nach Boston in die Arme von Pam und Emmi kehrt zu Bernhard zurück, irgendwie. Sehr gefallen hat mir die Geschichte mit dem Punkt in Leos Hand. Manchmal ist es eine klitzekleine Begebenheit, die ein Leben total verändert. Hier war es der kleine imaginäre Punkt in der Handfläche Leos, bei mir war es ein Zahnbürste. Erstaunlich, welche Wendungen das Leben nehmen kann. Nachdem ich beide Bücher gelesen habe bin ich der Meinung, dass Emmi Leo schreibtechnisch weit überlegen ist. Es muss Leo sehr viel Freude gemacht haben, auf ihre Mails zu warten und sie zu beantworten.

Daniel Glattauer , "Gut gegen Nordwind"

(08/09)
Keine Ahnung, wie oft ich dieses Buch empfohlen habe, ohne es gelesen zu haben :-). So etwas kann natürlich peinlich werden also habe ich diese Lücke mal schnell gefüllt. Die Geschichte von Leo und Emmi hat mich an viele eigene Erfahrungen erinnert und sehr oft musst ich schmunzeln oder laut lachen. Allerdings gefällt mir der Schluss nicht! Nein, nicht, weil sie sich nicht treffen! Dieses ewige Hin und Her finde ich ein wenig nervig und die Art, wie sich Bernhard in das Geschehen einmischt, ist etwas unglaubhaft. Ich kann mir nicht vorstellen, genau SO zu reagieren. Aber sei's drum. Diese Spannung, die sich aufbaut, wenn man einen unbekannten Menschen, mit dem man bisher nur Mails getauscht hat, treffen wird, die kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich werde jetzt gleich mal zum zweiten Band greifen. Mal schauen, was Emmi und Leo aus ihrem Leben machen.

Robert Charles Wilson , "Quarantäne"

(08/09)
Ich hatte eine Menge positive Bewertungen über Robert Charles Wilson gefunden, würde dieses Buch in dieser Hinsicht aber als enttäuschend betrachten. Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat ein neuartiges Quantenteleskop entwickelt. Damit ist es möglich, eine fremdartige Zivilisation auf einem weit entfernten Planeten zu beobachten. Niemand hat eine Idee, warum das überhaupt möglich ist. Schon dieser Ansatz stört mich gewaltig. Weiterhin fokussiert die Story nur am Rande auf das 'Auge' sondern mehr auf die Spannungen innerhalb des Forschungsgeländes, als der gesamte Bereich ohne Begründung von außen abgeriegelt wird. Es ist leidlich spannend, aber bevor ich mir ein weiteres Buch von Wilson besorge, werde ich ein paar Klappentexte wälzen und Bewertungen lesen.

Adam Fawer , "NULL"

(07/09)
David Caine ist ein genialer Mathematiker und nutzt seine Fähigkeiten, um hin und wieder seiner Leidenschaft zum Spiel zu frönen. Als er sich dadurch immer tiefer in Schulden verstrickt, wird er Teil eines Experiments, dessen Tragweite ihm nicht annähernd bewusst ist. Er gerät in die Fänge der Geheimdienste und auch sein Bruder ist plötzlich Bestandteil eines Spiels, in dem es um Prekognition und außerordentliche mentale Fähigkeiten geht. Was passiert, wenn man die Zukunft kennt und aktiv Einfluss nehmen kann? Wie wird man entscheiden, wenn es um Leben und Tod geht? Das Buch ist nur am Rande ein Science Fiction Roman und in erster Linie pure Action. Im Internet hatte ich im Vorfeld ein paar gute Kritiken gelesen aber ganz wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

H.P. Lovecraft , "Der Flüsterer im Dunkeln"

(07/09)
Von den bisherigen vier Büchern, die ich bis dato von Lovecraft gelesen habe, halte ich dieses für das schwächste. Die Story handelt von der Brieffreundschaft der beiden Männer Albert N. Wilmarth und Henry W. Akeley. Letzterer wohnt in einer düsteren Gegend in Vermont und sieht sich dem wachsenden Einfluss düsterer, schrecklicher Wesen aus dem Weltall konfrontiert. Akribisch berichtet er dem Wissenschaftler Wilmarth von seinen Forschungen und beide dringen immer tiefer in verhängnisvolle Geheimnisse ein. Lovercraft beschreibt die eskalierende Situation gewohnt morbide blumig, verliert sich aber für meinen Geschmack in zu unglaubwürdigen Verhaltensweisen der beiden Protagonisten. Insbesondere das Ende widerstrebt dem normalen Menschenverstand und ist eine elende Kröte, die man schlucken muss.

Philip K.Dick, "Das Vater-Ding" (Bd.3)

(06/09)
Das war bisher der düsterste Band. Die Welt ist versunken in Schutt und Asche. Verstrahlt, von Mutanten bewohnt und vom ständigen Kampf gegen das Schicksal geprägt. Dick lässt kaum Raum für Hoffnung und spiegelt damit wohl ein finsteres Kapitel amerikanischer Geschichte wieder. Die Geschichten machen nachdenklich und sind noch immer brandaktuell. Gut, dass noch zwei weitere Bände vor mir liegen. Doch damit lasse ich mir noch Zeit.

Alan und Barbara Pease, "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken"

(05/09)
Eigentlich ist dieses Buch ja ein wenig verpönt. Aber kein Grund, es nicht zu lesen. Letztendlich war ich doch überrascht wie viel gefühlte Übereinstimmung ich darin entdeckte. Manche Behauptungen scheinen trivial und seit Ewigkeiten bekannt. Aber die Suche nach den Ursachen ist tatsächlich spannend und führt zu verblüffenden Schlußfolgerungen. Männer und Frauen können sich tatsächlich verstehen, wenn sie es denn wollen und ein paar klitzekleine Regeln beachten. :-)

Dan Simmons, "Olympos"

(04/09)
Ilium hat eine gewaltige Geschichte in Bewegung gesetzt und Olympos ist der krönende Abschluss. Erstaunlich, dass sich ein Autor solche Cliffhanger leisten kann. Aber der Erfolg gibt ihm recht und die Story um den finalen Kampf von Hockenberry und den Griechen gegen Götter, Nachmenschen und Altmenschen findet wohl kaum Seinesgleichen in der Welt der Science Fiction. Die Komplexität und der Einfallsreichtum der Handlung ziehen sofort in ihren Bann. Wer kann sonst so gut mit Bran Löchern, Quanten- und Nanotechnologie vermischt mit Shakespeares Akteuren aus dem Sturm so virtuos spielen?

Christoph Meckel, "Licht"

(02/09)
Es kommt nicht oft vor, dass ich nach ein paar Absätzen das Buch immer wieder sinken lasse und meine Gedanken zu fliegen beginnen. Die ersten drei Seiten sind traumhaft. Das Ende gefällt mir nicht, soll aber auch nicht gefallen. Übrig bleibt nur ein Warum? Eigentlich gibt es keine Handlung. Nur Gedanken,Fragmente, Erinnerungen, eingefangene Momente. Aber sie machen süchtig, sehnsüchtig. Das Buch hat mich berührt, wie es selten ein Buch dieses Genres getan hat. Es ist nicht zum Verschlingen geeignet aber zum Genießen, Zeile für Zeile...
Warum schreibe ich nichts über den Inhalt? Die Geschichte von Dole und Gil? Nun, dass tut das Buch viel besser, als ich es könnte.

H.P. Lovecraft, "Cthulhu"

(02/09)
Es ist eine düstere, morbide Welt, die Lovecraft in seinen Geschichten entwickelt. Sie erzählt von den 'Alten', die es gab, lange bevor die Menschen existierten. Sie schlafen seit dieser Zeit aber ihr schrecklicher Kult lebt und wird praktiziert. Unbeschreibliches Grauen, wortlose, tödliches Entsetzen. Das sind Attribute, die den Geschichten angemessen wären. Man kann sich herabsinken lassen in eine Welt des Grauens und der endlosen Qualen. Niemand kann das besser beschreiben als H.P. Lovecraft. Und wer weiß, vielleicht erwachen die 'Alten' tatsächlich bald aus ihrem ewigen Schlaf und fordern ihre Welt zurück?

H.P. Lovecraft, "Schatten über Innsmouth"

(01/09)
Das zweite Buch von Lovecraft ist eine etwas längere Story, die sich mit dem Geheimnis des kleinen Küstenstädtchens Innsmouth beschäftig. Dieser Ort findet immer wieder Erwähnung in den anderen Geschichten. Um ihn ranken sich phantastischsten Mythen. Ein namenloser Ahnforscher möchte das Geheimnis, entgegen allen Warnungen, ergründen. Schon die Fahrt mit dem Bus gibt ihm einen Vorgeschmack auf das Kommende. Jedoch tröstet er sich, noch vor dem Abend zurückkehren zu können. Als sich diese Hoffnung zerschlägt, gerät er in einen Strudel schrecklicher Ereignisse, in deren Verlauf der Tod eine Erlösung wäre.

Dan Simmons, "Ilium"

(12/08)
Die ersten beiden Bücher von Simmons haben mich überwältigt. Der Plot dieses Buches sprach mich nicht sofort an. Aber es ist unglaublich, wie schnell ich mit Hockenberry durch die Welt der Griechen wanderte, mit Mahnmut fieberte und staunend die Wandlung von Daeman verfolgte. Auch hier gelingt es Simmons auf unglaubliche Weise, mehrere intelligente Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. Sein Wissen über die griechische Mythologie ist einfach nur phänomenal, seine Exkurse zu Shakespeare und Proust hochspannend. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen, auch 'Ilium' mit einem Cliffhanger enden zu lassen. Macht aber nichts, 'Olympos' steht in Reichweite direkt neben mir. Simmons schreibt Science Fiction von einem anderen Stern. Das darf man wörtlich nehmen.

H.P. Lovecraft, "Das Ding auf der Schwelle"

(12/08)
Es ist sehr spät, dass ich etwas von Lovecraft lese. Ich habe oft über ihn gelesen, zumeist im Zusammenhang mit Poe oder Bierce. Aber diese Geschichten waren die ersten Texte, die ich mir einverleibte. Die Mächtigkeit seiner Sprache, diese unglaublichen Bilder haben mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Wer kann schon die vierte Dimension in Worten anschaulich beschreiben? Wer hätte das je versucht? Seine düsteren Visionen gleichen Gemälden von Bosch. Seine Szenarien erinnern mich ansatzweise an Clive Barker in seinen stärksten Romanen. Ich hatte gar keine andere Wahl, als mir sofort drei weitere Bücher zu bestellen, bei denen es wohl nicht bleiben wird.

José Saramago, "Eine Zeit ohne Tod"

(12/08)
Nach 'Stadt der Blinden' hatte ich mich auf dieses Buch gefreut. Die Idee klang vielversprechend. In einem Land gibt es von einem Tag zum anderen keinen Tod mehr. Todkranke verharren an der Schwelle, alle anderen sind gegen jedes Übel gefeit. Aber warum muss José Saramago im ersten Teil auf fast alle Satzzeichen und die 'Tüttelchen' der wörtlichen Rede verzichten? Ich habe selten so viel Zeit für so wenig Text benötigt. Die zweite Hälfte des Buches handelt von 'tod' selber. Der Tod ist eine Frau, deren einzige Gesellschaft ihre Sense ist! Es ist ziemlich bizarr zu lesen, was sie sich noch so alles einfallen lässt. Zumindest war es ein kurzweiligeres Lesen. Aber letztendlich war ich ziemlich froh, den Roman hinter mich gebracht zu haben.

Sergej Lukianenko, "Spektrum"

(10/08)
Ich habe hier noch die drei Bände der Wächter-Trilogie im Regal stehen, habe aber erst mal mit diesem Buch begonnen. Der Roman hat mir gefallen und hat ein paar sehr originelle Einfälle. Auch die Geschichten, die den Schließern erzählt werden sind teilweise ziemlich tiefsinnig. Gestört hat mich der inflätionäre Gebrauch des Wortes 'blaffte'. Ich mag ja die Russen, allen voran die Strugazkis. Lukianenko hat mit ihnen nichts gemein, er zitiert häufig aus allen anderen Genres und mischt einen bunten Strauss Ideen mit einer Story, die von Allmacht und dem Werden und Vergehen der Existenz handelt. Ein komplettes Spektrum, durch dessen Facetten der Held mit Namen Martin wandert und sowohl nach dem Mädchen Irina als auch die Erklärung für die letzten Rätsel der Welt sucht.

Rolf Landua "Gespräche über die Physik am CERN"

(10/08)
Es gab in den letzten Monaten eine Menge Diskussionen über die anstehenden Experiment mit dem LHC des CERN. Als Physiker interessiere ich mich brennend für derartige Themen und fand dieses Buch besonders aufschlußreich, da es auf alle Fragen eingeht. Nebenher bewegt es sich auf dem schmalen Grat des Wissens, den wir momentan beschreiten und erklärt die aktuellen Probleme der Physiker und Astronomen. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig neidisch bin auf all die Wissenschaftler, die an diesem Experiment teilnehmen dürfen. Wer zumindest mal wissen möchte, wie man sich die Kosmologie unseres Universums in einer Daily Soap vorzustellen hätte, kommt um dieses ausgezeichnete kleine Werk nicht herum!

Dean Koontz, "Die Anbetung"

(10/08)
Eigentlich hat die Geschichte von Odd Thomas ganz gut begonnen. Das schwarze Zimmer, sein geheimnisvolles Double und all die seltsamen Gestalten. Doch dann habe ich den Eindruck, wusste Koontz nicht mehr so genau, ob er einen Thriller oder Horror schreiben wollte. Der Mix, der entstand ist so ziemlich das Schwächste, was ich bisher von ihm unter die Finger bekommen habe. Das Überraschungsmoment mit 'ich sehe tote Menschen' ist ja nun auch nicht mehr wirklich neu. Die dramatische Wendung mit Stormy wirkt ziemlich aufgesetzt und treibt einen fast zu dem Schluss, dass das Schicksal nicht ausgetrickt werden kann. Kennen wir das nicht auch schon?

Wütherich, Hartmann, Kolb, Lübken "Die OSGI Service Platform"

(09/08)
Wenn ich mal eine Prognose wage, dann die, dass OSGi eine große Zukunft bevorsteht. Gerade haben sich eine Menge Firmen zu diesem Standard bekannt und ich selber würde nun auch eine neue Anwendung mit diesem Framework konzipieren. Mit Equinox haben wir eine Implementierung, die bereits in Eclipse Überragendes leistet. Allerdings ist der Weg zu einem 'beherrschen' dieser Architektur ein beschwerlicher.

Philip K.Dick, "Variante zwei" (Bd.2)

(09/08)
Inzwischen lese ich die Geschichten, wie man eine lecker Speise zu sich nimmt, häppchenweise. Fast jede Story ist ein Highlight und auch wenn es manchmal nur 'leise' Themen sind, macht es eine Menge Spaß, sie in sich aufzunehmen. Meine Lieblingsgeschichte in diesem Band ist 'Ein Geschenk für Pat'. Die lapidare Art des schrumpeligen Minigotts, seine Kommentare und die Reaktion der Umwelt ließen mich dauerschmunzeln. Immerhin erfährt man in diesem Band noch so ganz nebenbei, wie die Bibel tatsächlich entstanden ist. Viele Themen beschäftigen sich mit dem letzten Krieg auf der Erde in all seinen Nuancen und Auswirkungen. Dunkelheit liegt auch hier über fast allen Erzählungen.

Gustave Flaubert, "Reisetagebuch aus Ägypten"

(08/08)
Mit dem Taxi durch Kairo. Ich hatte schon ein wenig den Eindruck, dass das ein richtiges Abenteuer ist. Parallel zu meinem Aufenthalt in Kairo las ich jedoch, wie Gustave Flaubert vor 180 Jahren die Pyramiden erlebt hat und mir wurde sofort klar, Abenteuer ist etwas völlig anderes! Flaubert, der Perfektionist des Wortes, hat in diesem kleinen Band seine Gedanken und Eindrücke einfach gesammelt, ein wenig sortiert, jedoch nicht in eine literarisch gezähmte Form gebracht. Aber gerade das macht den Reiz dieser Beschreibungen aus. Höhepunkt ist eine ebenso sachliche wie beiläufige Diskussion über die Technik der Prügelstrafe mit dem Stock. Das Buch ist unglaublich authentisch und schon beim Lesen glaubt man den Sand zwischen den Zähnen knirschen zu hören, wenn der Wüstensturm über das Land zieht.

Paulo Coelho, "Der Alchimist"

(08/08)
Irgendwo las ich einen Vergleich mit dem 'Kleinen Prinzen' und kann dem eigentlich nur zustimmen. Ein Schafhirte in Andalusien träumt von einem Schatz in der Nähe der Pyramiden. Er befragt eine Zigeunerin und bekommt Hilfe von einem mysteriösen Mann. Dann beendet er sein bisheriges Leben, verkauft seine Schafe, verlässt seine große Liebe und macht sich auf die Suche nach dem Schatz. Das Buch ist eine Parabel über das Leben, den Weg, der einem vorbestimmt ist und die Konsequenzen einer Wahl, die irgendwann getroffen werden muss. Die Geschichte macht sehr nachdenklich, man wird fast gezwungen, sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben. Danach sieht man die Welt mit ein klein wenig anderen Augen.

Stephen King, "Pulse"

(08/08)
Nachdem ich an 'Love' doch etwas zu 'knabbern' hatte, war ich eigentlich mental noch nicht bereit für ein weiteres Werk des Meisters. Aber mit viel Zeit am Pool in Kairo wagte ich es dann doch und war prompt überrascht. Es gibt nicht viele Bücher von King, die nach wenigen Seiten schon so richtig zur Sache kommen. Hier haben wir auch gleich das zweite Weltuntergangsszenario, gekonnt in Szene gesetzt. Zwischendurch stellte sich mir die Frage, welche Seite tatsächlich die 'Böse' sei. Warum nicht ein paar Evolutionsschritte auf diese Art überspringen. Aber letztendlich gibt es halt doch wieder einen Haken an der Sache. Sehr interessant auch wieder der Querverweis zum 'Dunklen Turm', als die Reisenden auf eine 'Charlie Tschuff Tschuff Bahn' treffen. Treffen nicht der Revolvermann und seine Mitstreiter auf eine verlassene Erde, die von einer mysteriösen Katastrophe heimgesucht wurde? Sollte das das Inferno aus 'Pulse' gewesen sein? Egal, auf jeden Fall hat mir die Geschiche viel Kurzweil bereitet und genau das hatte ich auch gesucht.

Stephen King, "Love"

(07/08)
Stephen King hat in seinen Büchern zumeist eine Menge Anlauf benötigt, die Story anzuschieben. Auch 'Love' macht da keine Ausnahme, obgleich ich finde, das es eine Menge Aufwand für eine recht triviale Story ist. Reiche Witwe eines Schriftstellers verarbeitet beim Stöbern im Nachlass des Mannes ihre bis dato verdrängten Erinnerungen. Gieriger Lektor hetzt ihr einen Killer auf dem Hals, den sie elegant in einer Parallelwelt entsorgt. Es sind wieder einige Anknüpfungspunkte zu seinem King-Universum zu finden. Die letzten hundert Seiten lesen sich flüssig durch, die sechshundert vohergehenden dagegen, fordern schon den Hardcore-Fan von King heraus.

Robert Hanson, Adam Tacy, "GWT in Action"

(07/08)
GWT ist mehr als nur ein Hype, schon weil Google hinter der Entwicklung steht und mit Macht und Money die Releases vorantreibt. Grund genug, sich die Technologie mal anzuschauen. Für einen Java Programmierer ist es ein eleganter Weg, Webanwendungen zu schreiben, fast ohne sich auf das Glatteis der JavaScript Entwicklung begeben zu müssen. Einfach alles in Java entwickeln und den Compiler dafür sorgen lassen, das die Sourcen in die entsprechend der internationalen und Browserspezifischen Versionen übersetzt werden. Funktioniert ganz gut, ist aber noch nicht so weit verbreitet, wie man annehmen könnte. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. Das Buch bietet einen guten Einstiegspunkt, ist aber bereits von Version 1.5 überholt worden.

Philip K.Dick, "Und jenseits - das Wobb" (Bd.1)

(06/08)
Mit diesem ersten Band der Gesamtausgabe aller Geschichten von Philip K. Dick tauchte ich sofort ein, in seine düstere, makabere Welt, die nur selten von Optimismus oder gar einen positiven Ende geprägt ist. Ich muss natürlich zugeben, dass ich schon immer ein Fan von keinem Happy End gewesen bin. Hier komme ich voll auf meine Kosten. Definitiv meine Lieblingsgeschichte in diesem ersten Band ist 'Der variable Mann'. Sie ist nur ein Beispiel für die überschäumende Phantasie von Dick. Sie zeigt, dass selbst in einer wissenschaftlich erschlossenen Welt, nicht alle Faktoren bestimmbar sind, tröstlich zu wissen.

Dan Simmons, "Endymion - Die Auferstehungt"

(05/08)
Stephen King bemerkt zu den Büchern von Dan Simmons, dass er ihn um seine Gabe zu schreiben beneidet. Die Sprachgewalt eines Dan Simmons ist tatsächlich gewaltig und gerade in diesem letzten Band zieht er noch einmal alle Register. Kann man eine solche Space Opera noch übertreffen? Gibt es eine Steigerung zu seinen phantastisch beschriebenen, filgran komplexen Weltenschöpfungen? Er legt die Messlatte gewaltig hoch. Das Schicksal von Anea und Raul Endymion berührt. Im Verlaufe der Handlung werden viele Rätsel der ersten Bände gelöst und lose Fäden verknüpft. Unglaublich die Beschreibung des Flugs durch den Gasriesen. Gewaltig die Mission, die letztendlich zu Ende gebracht wird, auch wenn ein hoher Preis dafür zu zahlen ist. Schade, dass es vorüber ist...

Dan Simmons, "Endymion - Die Pforten der Zeit"

(04/08)
Dan Simmons setzt mit Endymion genau da fort, wo er mit Hyperion geendet hat. Seine Ausdruckskraft, die bildhafte Sprache, die Charaktere. Diese Bücher sind definitiv Meilensteine in der Science Fiction Literatur! Ein Hinweis noch für alle Leser, die eventuell mit Endymion beginnen wollen, ohne Hyperion gelesen zu haben. Das wird nicht funktionieren! Es gibt gerade zu Beginn des Buches eine unüberschaubare Menge von Referenzen auf die Vorgeschichte. Unabhängig davon jedoch, ist die Geschichte der Odyssee von Raul Endymion, A. Betik und dem Mädchen Aenea spannend, voller Überraschungen und teilweise atemberaubend. Man muss aufpassen, nicht süchtig zu werden...

Julia Franck, "Die Mittagsfrau"

(02/08)
Ich hatte es vor Julia Francks Lesung in Hannover leider nicht mehr geschafft, das Buch zu lesen. So waren mir schon einige 'Spoiler' untergekommen, bevor ich selber den Buchdeckel öffnete. Es ist ein sehr eindringlicher Roman, teilweise verstörend aber immer eindringlich und aufrichtig! Ich konnte mich mehrere Male des Gefühls nicht erwehren, dass hier viele Dinge geschildert wurden, die man heimlich in seinen Gedanken abwägt, sie aber nie mit jemanden besprechen oder sie gar in die Tat umsetzen würden. Die Geschichte zeigt, wie eine ganz konkrete Epoche, hier die Zeit des Nationalsozialismus, auch ganz bestimmte Verhaltensweisen bei den Menschen forciert. Es macht nachdenklich, diese Zeilen zu lesen.

Dan Simmons, "Der Sturz von Hyperion"

(02/08)
Ein geniales Buch. Endet der erste Band mit einem Cliffhanger, werden im zweiten Roman alle Fäden entwirrt und zu einem teilweise recht überraschenden Ende geführt. Wer auch immer intelligente Science Fiction mag, eine bildhafte Sprache liebt, ausgereifte Charaktere bevorzug, der kann nicht besser aufgehoben sein! Also, nehmt euch in Acht vor dem Shrike :-)) !

Dan Simmons, "Hyperion"

(01/08)
Ich hatte bereits viel Positives über diese 'Space Opera' gelesen, war jedoch trotzdem noch etwas skeptisch. Das war mehr als unbegründet. Simmons hat einen sehr kraftvollen und bildhaften Schreibstil. Die Story ist packend geschrieben. Die Charaktere sind tiefgründig, nachvollziehbar und man kann sich ausnahmslos mit ihnen identifizieren. Ich bin gespannt, wie der Faden in den folgenden Bänden weitergesponnen wird. Dieses Buch gehört zu meinen Top Ten!

H.R.Giger, "ARh+"

(12/07)
Durch einen glücklichen Zufall war es mir vergönnt, eine Ausstellung von Giger im Kunsthaus Wien sehen zu dürfen. Dort erstand ich auch dieses recht interesante Büchlein. Neben den Erinnerungen, die recht amüsant zu lesen sind, ist besonders die Vielfalt der dargestellten Bilder faszinierend. Ein sehr interessanter Künstler, der auch Dali, einen meiner beiden Lieblingsmaler, zu seinem Bekanntenkreis zählte.

Doris Lessing, "Die Kluft"

(12/07)
Das ist eines der ganz wenigen Bücher, denen ich gar nichts abgewinnen konnte. Da mag die Autorin ja eine hochgelobte Nobelpreisträgerin sein,die Story erscheint mir konstruiert und ich fand es todsterbenslangweilig. Da stellt sich die berühmte Frage: "Was wollte uns die Autorin damit sagen?" Ich habe keine Ahnung.

J.K.Rowling, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes"

(12/07)
Dieser Band ist für mich der spannendste. In der Mitte hat er ein paar Längen. Insbesondere die uninspirierte Suche nach den Horkruxen erscheint mir nicht so ganz schlüssig.Dafür ist das Finale sehr gelungen und beinhaltet alles, was man vom Abschluß dieses Zyklus erwarten konnte.Stellt sich die Frage, was macht J.K. danach? Ein neues großes Projekt oder setzt sie sich zur Ruhe?

Franz Kafka, "Der Prozess"

(12/07)
Dieses Mal habe ich den Wettstreit mit der Theateraufführung verloren :-( Das Buch beendete ich eine gute Woche nach der Vorstellung. Aber Kafkas Sprache ist einmalig, nicht unbedingt eingängig aber man liest sie nicht, man kostet und genießt sie, was natürlich ein Stück mehr Zeit kostet, die man sich in diesem Fall aber durchaus nehmen sollte. Dafür bekommt man Beklemmung, Groteske und Irrsinn umsonst. Auch heute wird uns der Prozess gemacht, wir merken es bloß nicht.

Cornelia Funke, "Tintentod"

(11/07)
Ein würdiger Abschluss der Trilogie von Mo, Meggie, Staubfinger und den anderen. Aber ist es tatsächlich ein Abschluss? Ich habe die Lesung von Cornelia Funke in Hannover besucht. Wenn man ihren Worten Glauben schenkt, geht es nicht mehr weiter. Aber was ist mir Orpheus und den wundersamen Kräften von Staubfinger? Vielleicht sind das ja doch noch ein paar lose Fäden, die irgendwann aufgenommen werden. Ich wäre der letzte, der sich darüber ärgern würde.

Cornelia Funke, "Tintenblut"

(10/07)
Bei Fortsetzungen bin ich immer ein wenig skeptisch, seien es nun Bücher oder auch Filme. In diesem Fall war die Skepsis völlig unberechtigt, im Gegenteil! Erschien der erste Teil noch ein wenig dünn im Inhalt, entfaltet der zweite Band ein atmosphärische Dichte, die in ihren besten Phasen an den 'Herr der Ringe' erinnert. Viele separate Handlungsstränge und die Verlagerung der Handlung in die Tintenwelt öffnen alle Schleusen in Cornilia Funkes Phantasie. Nur noch ein Band liegt vor mir, ich bin gespannt.

Cornelia Funke, "Tintenherz"

(10/07)
In gut einem Monat steht die Lesung mit Cornelia Funke auf dem Plan. Nach dem ersten Band liegen noch gut 1500 Seiten vor mir aber ich bin mir sicher, die Zeit wird genaus schnell vergehen wie beim Lesen von 'Tintenherz'. Ein tolles Buch! Schade nur, dass die Autorin in Deutschland nicht die Würdigung erfährt, die diesem spannenden und phantasievollem Buch angemessen wäre. Vielleicht ändert sich das ja mit dem Film, der gerade gedreht wird. Ich freue mich schon auf die nächsten Abenteuer von Mo, Meggie und Fenoglio.

Doris Dörrie, "Und was wird aus mir?"

(09/07)
Vermutlich hätte ich diese Buch nicht gelesen, wenn nicht gerade eine Lesung mit Doris Dörrie in Hannover stattgefunden hätte und ich nicht ganz 'ohne Ahnung' daran teilnehmen wollte. Die Story handelt von mehr oder weniger gestrandeten Existenzen im Moloch LA. Ein abgehalfterter, ehemals erfolgreicher deutscher Regisseur, der verzweifelt versucht, sein Image zu erhalten. Dazu zwei alternde Schauspielerinnen ,eine nervige Tochter und ein arroganter Filmproduzent. Mit lockerer Hand geschrieben, karikiert die Autorin das Filmbusiness in Hollywood und vermutlich sind einige persönliche Erfahrungen eingeflossen. Die Lesung war übrigens sehr unterhaltsam.

Daniel Kehlmann, "Die Vermessung der Welt"

(09/07)
Zwei Dinge möchte ich dazu äußern. Erstens würde ich liebend gerne so schreiben können wie Daniel Kehlmann. Dieser lapidare, hintergründige Humor ist einfach genial und man genießt die Worte, die sich zu einzigartigen Sätzen formen, wie ein Dessert. Gauß und Humboldt waren auf ihre Art besessen vom Streben nach Wissen. Das wäre der zweite Wunsch, den ich in mir verspüre. Nur einen Bruchteil ihrer Dynamik und ihrer Stärke zu besitzen, die wie ein Feuer das ganze Leben in ihnen loderte. Dieses Buch darf man nicht nur einmal lesen!

Erich Kästner, "Die Schule der Diktatoren"

(08/07)
Ich war überrascht, wie aktuell dieses Stück ist, obwohl es vor dem Hintergrund der Erinnerungen Erich Kästners an den zweiten Weltkrieg geschrieben wurde. Haben wir uns tatsächlich nur so wenig weiterentwickelt? Wohin man heute auch schaut, fast überall zählt mehr der Schein als das Sein und Marionetten an den Fäden im Dunkeln Verborgener, gibt es zu Hauf. Die eigentliche Motivation war ja die Theater-AG meiner Tochter, die dieses Stück im kommenden Jahr aufführen wird. Ich freue mich darauf.

José Saramago, "Die Stadt der Blinden"

(08/07)
In den Kritiken wurde das Buch mit 'Die Pest' von Camus verglichen. Das ist zweifellos berechtigt! Ein gleichsam atemberaubendes wie erschütternder Roman. Sowohl Stil als auch Inhalt setzen Maßstäbe. Wie ein Chirurg seziert Saramago die menschlichen Abgründe und da wo andere aufhören, geht er weiter und stößt neue Türen auf. Alle Helden des Buches sind anonym, es gibt keine direkte Rede und der Erzähler schwankt zwischen genauer Analyse bzw. Beschreibung der Situation und einem Plausch mit dem Leser. Er nimmt ihn mit auf eine Reise, die Spuren hinterlassen wird...

Clive Barker, "Coldheart Canyon"

(08/07)
Eigentlich schätze ich Clive Barker höher ein als Stephen King oder Dean Koontz und war gespannt auf dieses 'Opus Magnum', wie es im Kladdentext gelobt wurde. Dann stellte sich im Verlaufe der nächsten 400 Seiten doch schnell Ernüchterung ein. Das das Business in Hollywood durchgeknallt und abgehoben ist und jedes Limit bricht, war mir auch so schon klar. Also keine wirklich neuen Ideen, zu viel detaillierte Erotik und eine Story, die sich in geduckten Sprüngen durch das Buch bewegt. Die letzten 400 Seiten lasen sich auch nicht wesentlich besser, etwas mehr Action, die Reihen der Protagonisten lichteten sich in zunehmenden Maße. Schlußendlich würde ich das Buch in der Liste all seiner Werke relativ weit hinten einordnen.

Jeff Long, "Im Abgrund"

(06/07)
In irgendeinem Forum bin ich rein zufällig auf diesen Autoren gestoßen. Von der Spannung erinnert es mich an die erste Viertelstunde von "Jeepers Creepers" (natürlich nicht inhaltlich). Die Story handelt von einem Bergsteiger, der auf einer Tour im Tibet durch Zufall ein gigantisches Höhlensystem entdeckt. Gleich die erste Berührung mit den Bewohnern endet in einer Katastrophe. Allerdings ist es erst der Anfang von etwas, dass auch das Ende werden könnte. Sehr spannend und ein wenig unkonventionell.

Ilija Trojanow, "Der Weltensammler"

(06/07)
Gleich die nächste Lesung. Dieses mal in Hannover und zusammen mit Feridun Zaimoglu. Zwei beeindruckende Persönlichkeiten, die der Literatur von heute ihren Stempel aufgedrückt haben. 'Der Weltensammler' ist ein ungewöhnliches Buch. Sowohl von seiner Struktur als auch von der Erzählweise. Zu Beginn war ich ein wenig skeptisch aber dann zog es mich immer mehr in seinen Bann. Diese Buch muss man genießen! Im Hinterkopf hatte ich natürlich noch den 'Flußwelt-Zyklus' von Farmer. Warum wohl :-)) ?

Marc Levy, "Wenn wir zusammen sind"

(05/07)
Da gab es den Termin mit der Lesung in Braunschweig.Warum sollte man sich Marc Levy nicht mal live anschauen? Also das aktuelle Buch gegriffen und gelesen. Zugegeben, es liest sich gut und schnell aber es kann der Vergleich mit seinem 'wirklichen' Erfolg 'Solange du da bist' nicht standhalten. Aber für romantische Abende vor dem Kamin mit einem Glas Wein und dem Toben des Sturms vor dem Fenster kann ich es doch noch empfehlen.

Dierk König, "Groovy in Action"

(05/07)
Wie hörte ich letztens jemanden verkünden, Sprachen lernen hält das Gedächtnis fit. Also lerne ich Groovy obwohl es vermutlich schwer wird, einen Ort zu finden, wo ich meine neuen Erkenntnisse praktisch erproben kann. Aber egal, der nächste Urlaub kommt bestimmt und vielleicht führt er mich ja irgendwann mal nach Java :-)

Loriot, "Loriots Kleiner Opernführer"

(05/07)
Falls mal gerade wieder die Zeit zu knapp ist, in Bayreuth 'Den Ring' über mehrere Tage zu konsumieren, bekommt in diesem einzigartigen Büchlein einen Schnelldurchlauf der mal eben die germanische Mythologie, sämtliche göttlichen Verwandtschaftsverhältnisse sowie Intrigen, Inzest, Mord und Totschlag in Walhalla und auf Erden abhandelt. Das daneben noch 54 weitere Opern kongenial zusammengefaßt werden, kann man nur noch als absolutes Sahnhäubchen bezeichnen.

Vogel, Arnold, "Software-Architektur"

(05/07)
Wenn Architekten, die Häuser bauen, ähnlich arbeiten würden wie Architekten, die Software 'bauen' würden sowohl die Bauindustrie als auch die Justiz boomen. Vielleicht ist das ein wenig übertrieben aber es ist unglaublich, wieviele Projekte ( jetzt Software) daran scheitern, weil man einfachste Grundsätze und Regeln missachtet. Die Autoren geben sich hier redlich Mühe, dem zukünftigen oder gegenwärtigen Architekten einen Werkzeugkasten sowie einige gute Konzepte mit auf den Weg zu geben.

Frank Schätzing, "Lautlos"

(05/07)
Vor einiger Zeit las ich "Der Schwarm" und war angetan von der gut recherchierten und spannenden Story. Mit "Lautlos" habe ich so ein wenig meine Probleme. Die Handlung braucht eine Weile, bevor sie ihn Fahrt kommt. Auch stört mich ein wenig die Macho-Figur des O'Connor.

Cornelia Funke, "Drachenreiter"

(05/07)
Es ist das erste Buch, welches ich von Cornelia Funke lese. Eigentlich ist es mehr vorlesen, da ich es meiner jüngsten Tochter vor dem Schlafengehen näher bringe. Sie kann zwar inzwischen selber lesen aber es ist eine gute Tradition der letzten Jahre. Letztens fielen mir doch einige Parallelen zu 'Eragon' auf. Aber das kann auch Zufall sein. Ich mag die Art, wie Cornelia Funke schreibt und werde mich bald um die Tintenblut-Triologie kümmern.

Tschingis Aitmatov, "Der Schneeleopard"

(04/07)
Mit diesem Buch mußte ich mich ein wenig beeilen. Am 26.04.2007 sollte Tschingis Aitmatov eine Lesung in Hannover halten und natürlich wollte ich das Werk zuvor gelesen haben. Er schreibt völlig anders als die westlichen Autoren. Es eröffnet sich eine ganz und gar ungewohnte, Welt, die doch nur einen Spalt breit von den 'Errungenschaften' der abendländischen Kultur entfernt ist. Leider fiel die Lesung aus, Tschingis Aitmatow mußte ins Krankenhaus. Ich wünsche ihm auf diesem Wege alles Gute!